Warum Retreats mehr als wertvolle Auszeiten sind
Retreats und Offsites sind längst fester Bestandteil moderner Unternehmensführung. Sie versprechen Inspiration, Teamgeist und frische Perspektiven. Doch allzu oft sind sie sorgfältig inszenierte Events, deren Wirkung mit dem ersten Montag nach der Rückkehr verpufft. Was bleibt, sind schöne Bilder und kluge Slides, aber leider kein echter Fortschritt.
Der Grund: Es fehlen die Entscheidungen.
Der wahre Wert eines Retreats bemisst sich nicht an seiner Atmosphäre oder der Qualität der Präsentationen, sondern an der Entschlossenheit, mit der Entscheidungen getroffen werden. Wahre Retreats, die Wirkung entfalten, sind solche, die Entscheidungen hervorbringen – und zwar die Entscheidungen die verbindlich und nachvollziehbar sind.
Entscheidungsstärke entsteht durch drei zentrale Faktoren:
- Welche Optionen haben die Teilnehmenden: Die individuellen Konstanten und Variablen müssen vor dem Retreat klar gestellt sein.
- Wo fängt die Entscheidung an: Wer darf was entscheiden? Modelle wie RAPID von Bain & Company (https://www.bain.com/insights/rapid-decision-making/) oder das Prinzip „Who has the D?“ aus der Harvard Business Review (https://hbr.org/2006/01/who-has-the-d-how-clear-decision-roles-enhance-organizational-performance) sorgen für eindeutige Verantwortlichkeiten und sind nur 2 Beispiele aus der Praxis die hierfür angewendet werden können.
- Verbindlicher 90-Tage-Horizont = 3 Monate: Jede Entscheidung braucht einen klaren Umsetzungszeitraum. Die kritische Zeit sind die ersten 3 Monate oder 90 Tage nach Entscheidungsfindung. Wer es bis dahin nicht geschafft hat gelerntes oder festgesetztes nachhaltig umzusetzen wird dies in der Zukunft auch nicht mehr tun.
Vom Prinzip zur Praxis
Die Lösung liegt darin, Retreats als „Transformation Lab“ zu begreifen. Das Ziel ist nicht die Perfektion der Präsentation, sondern die Verdichtung von Konstanten und Variablen, Kriterien und Trade-offs – bis eine Entscheidung unterschriftsreif ist. Die konkrete Umsetzung kann variieren, doch das Prinzip bleibt: Am Ende zählt die Unterschrift, nicht der Applaus.
Statt endloser Diskussionen und polierter Slides braucht es:
- Klar strukturierte Entscheidungsprozesse
- Transparente Bewertungskriterien
- Dokumentierte Trade-offs
- Verbindliche Entscheidungsprotokolle
So wird aus dem Retreat ein Ort, an dem Fortschritt nicht nur diskutiert, sondern beschlossen wird.
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